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Lichtstabilisierte Naturoberflächen

Viel Glas, viel Sonne

Der größte „natürliche“ Feind von Holzböden ist die Sonne. Genauer: das UV-Licht, welches die Farbe bei sehr hellen und sehr dunklen Hölzern verändert. Da modernes Bauen immer größere Glasflächen – und damit immer mehr Sonneneinstrahlung – mit sich bringt, ist die Lichtstabilisierung bei einigen Farben ein wichtiges Thema geworden.

So wie die Farben unserer Naturholzböden, entsteht auch deren Lichtstabilität ausschließlich durch Nutzung von natürlichen, holzeigenen Inhaltsstoffen. Um dauerhafte Lichtbeständigkeit zu erreichen, werden etwa dunkle Eicheböden zuerst einer Wärmedruckbehandlung unterzogen, welche den Holzzucker karamellisieren lässt, und durchlaufen anschließend ein pH-verändertes Wasserbad. Dieses löst im Holz eine natürliche Eisengerbstoffreaktion aus, was die dunkle Eiche auch bei dauerhafter UV-Lichteinwirkung vor dem Ausbleichen bewahrt. Das funktioniert allerdings nur mit der Traubeneiche aus dem Elsass. Andere Eichesorten weisen eine unregelmäßige Gerbsäureverteilung im Holz auf, weshalb die für die Lichtstabilität essenzielle Eisengerbstoffreaktion ungleichmäßig ablaufen würde.